Virtuelle Gedenkstätte für die etwa 3 Millionen Menschen, die durch die Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg umkamen.
Normalerweise entstehen die virtuellen Gedenkstätten auf der Site volxweb.com. Ausnahme ist das hier in kurzer Form eingefügte Gedenken an die Vertreibungsopfer.
Denn es ist gewagt worden, den Familien der Vertreibungsopfer und den Vertriebenen das Recht auf Gedenken und Trauer einzuschränken oder vielleicht sogar weitgehend zu unterbinden, weil aufzurechnen mit dem Leid anderer.
Kollektives Leid ist nicht aufrechenbar.
Niemand lässt sich freiwillig und gerne erschießen, weil Verrückte seines eigenen Lande zuvor drei mal mehr Menschen der ,,anderen'' erschossen haben mögen. Gedenken, Trauer, Teilnahme, Mitleid sind die Archetypen der Traumabewältigung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: Die natürliche gesellschaftliche gemeinsame Form der fortdauernden Traumabewältigung ist ebenso effizient oder effizienter als die inzwischen nach jedem schweren Unfall rasch herbeigerufenen Psychologie- Experten.
Niemand hat das Recht, Trauer zu versagen.
Dann muss das Gedenken eben nicht nur den ,,eigenen'' Opfern zugewandt werden, sondern gleichwertig auch den drei mal so vielen der ,,anderen'' entgegengebracht werden. Gemeinsame Trauer ist der Weg, nach einer Vergangenheit des Hasses zu einer Zukunft der Gemeinsamkeiten hin zu finden.